Chronik des Burschenvereins „Seerose Seeon“

Die Zeit von 1902 bis 2012

   

Chronik des Burschenvereins „Seerose" Seeon

Die Zeit von 1902 bis Heute

 

Der Burschenverein „Seerose" Seeon blickt auf über 110. Jahre Vergangenheit mit all seinen Erinnerungen zurück. Diese Chronik beschreibt die Höhen und Tiefen, die ein Verein in so einem langen Zeitraum durchfährt.

Im März des Jahres 1902 wurde in Seeon der Burschen-Kranken-Unterstützungs-Verein Seeon gegründet. Der Verein stand, wie aus dem Mitgliederbuch von 1902 hervorgeht, unter dem Motto „Zur Arbeit uns stets frische Kraft, die dem Kranken Hilfe schafft". Der Verein hatte also den Zweck, die kranken Burschen mit einer kleinen Geldspende zu unterstützen.

Die damaligen Gründungsmitglieder, insgesamt 27 an der Zahl, die ihren Beitrag ab dem Monat März in Höhe von 20 Pfennigen zahlten, waren die sieben Vorstandsmitglieder Gregor Brixner aus Apperting (1. Vorstand), Franz Hogger (2. Vorstand), Franz Hochholzer (Kassier), Alois Stemmer (Schriftführer), Alois Bruckner (Beisitzer), alle aus Niederseeon sowie Michael Winklmaier (Beisitzer) aus Wattenham. Die restlichen 20 Gründungsmitglieder waren Alois Bauer, Wolfsberger Gregor, Schroll Johann, Baumgärtner Josef, Mühlberger Heinrich (alle aus Niederseeon), Magg Johann, Hochholzner Sebastian, Schroll Max, Schroll Josef (alle aus Seeon), Stemmer Georg, Rieger Engelbert (beide aus Roitham), Kaltner Simon (Bräuhausen), Zallinger Johann, Hofer Engelbert (beide aus Schachen), Hogger Johann (Höllthal), Blank Georg, Zallinger Martin (beide aus Waltenberg), Reichl Josef (Wattenham), Kochwagner Franz (Eglhart) sowie Speckbacher Jakob aus Oberbrunn.

Im März des Jahres 1902 begann also die Ära des Burschen-Kranken-Unterstützungs-Vereins Seeon. Im Laufe der darauffolgenden Jahre erhöhte sich die Zahl auf 64 Gönner des Vereins. Im Jahre 1907 wurde eine neue Fahne erworben und es konnte bereits das erste Fest mit Fahnenweihe veranstaltet werden. Die Aktivitäten des Vereins verstummten während und nach der Zeit des

1. Weltkrieges und konnten 1920 wieder aufgenommen werden.

Aufgrund des fehlenden Protokollbuches bis zum Jahre 1929, das im 2. Weltkrieg verloren ging, ist über diese Zeit nicht näheres über die Tätigkeiten des Vereins bekannt.

Im Jahre 1930 gab der Verein dem Gründungsvorstand Gregor Brixner das letzte Geleit. In den darauf folgenden Jahren besuchte man die Burschenbälle in Obing und Altenmarkt sowie die Fahnenweihen des hiesigen Schützenvereins und des Burschenvereins Traunstein. Ebenso wurden Gesellschaftfahrten nach Königsee, Walchensee und Passau sowie in die Stickstoffwerke bei Trostberg unternommen.

Dem langjährigen Pfarrer Jakob Resch gab man im Jahre 1936 mit der Vereinsfahne das letzte Geleit.

Bei der Generalversammlung im Januar 1937 wurde beschlossen, dass der bisher immer jährlich bei der Generalversammlung zu zahlende Beitrag nunmehr halbjährlich erhoben wird. Ende dieses Jahres kam dann der Gedanke, wegen Vereinseinschränkungen verschiedener Art, so laut Protokollbuch, den Verein aufzulösen. Dies führte zu Unstimmigkeiten bei den Vereinsmitgliedern und so wurde eine durch Unterschriften einberufene Generalversammlung am 1. Januar beim Neuwirt abgehalten. Diese Versammlung ergab den Beschluss, den Verein aufzulösen und den Kapitalüberschuss an die Mitglieder des Vereins zu verteilen.

Die Zeit des 2. Weltkrieges wurde in Seeon dann also ohne Burschen-Kranken-Unterstützungs-Verein überbrückt, aber als der Krieg vorbei war und die ersten Aufräumungsarbeiten geschafft waren, raffte man sich auf und man gründete im März des Jahres 1948 den Burschen-Kranken-Unterstützungs-Verein neu.

Bereits im April veranstalteten die 40 Vereinsmitglieder einen Vereinsball, bei dem sage und schreibe rund 400 Eintrittskarten verkauft wurden. Am 30. Dezember 1948 wurde dann die erste Generalversammlung beim „Alten Wirt" abgehalten und man konnte auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches erstes Vereinsjahr nach der Wiedergründung zurückschauen.

Ein Jahr darauf wurde bei der Generalversammlung nach einer kurzen Debatte die Vereinsbezeichnung Burschen-Kranken-Unterstützungs-Verein Seeon mit Stimmenmehrheit umbenannt. Der Verein führt von nun an die Bezeichnung Burschenverein „Seerose" Seeon.

Im Jahr 1950 wurde Johann Namberger zum 1. Vorstand gewählt. Ein Jahr später veranstaltete man bei schönstem Wetter bereits das erste Waldfest in Höllthal und im Juni desselben Jahres erreichte man mit 94 Mann in Traunstein beim Burschenfest den ersten Meistpreis.

Am 25. Mai 1952 feierte man das 50-jährige Gründungsfest, das trotz des ungünstigen Wetters ein voller Erfolg wurde.

Am Anfang des Jahres 1953 wurde bei der Gauversammlung unser 1. Vorstand Johann Namberger zum 2. Gauvorstand gewählt. In diesem Jahr veranstaltete man noch das Waldfest in Höllthal und man besuchte noch einige Burschenfeste in der Umgebung.

Am 11. April 1954 entschloss man sich bei einer Versammlung der Vorstandschaft ganz kurzfristig einen Maibaum aufzustellen. In Bürghub wurde dann der von Otto Maier aus Engering gestiftete Baum vorbereitet und vor unerwünschten Eindringlingen bewacht. Bei herrlichem Wetter wurde am 1. Mai der erste Maibaum Seeons, der eine stattliche Länge von 27 m aufwies, aufgestellt.

Im darauffolgenden Jahr übernahm Nikolaus Mitterer aus Käs das Amt des 1. Vorstandes, da Johann Namberger aus Apperting, der bei allen sehr geschätzt war, aus beruflichen Gründen dieses hohe Amt nicht mehr ausüben konnte.

Im Jahr 1956 veranstaltete der Verein die bereits zur Tradition gewordenen Veranstaltungen wie den Hl.-Drei-König-Ball, den Maitanz, das Waldfest in Höllthal sowie den Heimatabend. Aus dem Rückblick auf das Jahr 1957 geht hervor, dass der Maibaum umgelegt und an den edlen Spender zurückgebracht wurde. Besonders zu erwähnen gilt in diesem Jahr das Gaufest, wo sich der Burschenverein Seeon mit 114 Mann den heißumkämpften Meistpreis holte. Bei der Verleihung des Meistpreises ging es sehr hoch her, denn die Hörpoldinger Burschen machten den Seeonern den Meistpreis streitig. Erst eine Woche darauf fiel die Entscheidung des Nussdorfer Festausschusses und man konnte den schönen Humpen in Empfang nehmen.

In Höllthal hielt man dann im Juni 1958 das Waldfest ab, das bei herrlichstem Wetter stattfand. Die Burschenvereine Heiligkreuz und Lamperting besuchte man zu deren Fahnenweihe recht zahlreich. Ein Jahr darauf konnte dann der Burschenverein „Seerose" Seeon selbst das Fest der Fahnenweihe feiern, denn es wurde bei der Generalversammlung der Beschluss gefasst, eine neue Fahne zu erwerben. Das Fest begann am Samstag, den 25. Juli 1959 mit einem Heimatabend und am darauffolgenden Tag fand der eigentliche Festtag mit Fahnenweihe statt.

Das Jahr 1960 war im Gegensatz zum Vorjahr ein ruhiges Jahr, denn es wurden nur traditionelle Veranstaltungen abgehalten.

Bei der Jahreshauptversammlung im Dezember gab 1. Vorstand Nikolaus Mitterer, der aus ehelichen Gründen ausschied, das Amt an Mathias Schroll aus Erschlecht weiter.Im Jahr 1961 entschied man sich wieder, einen Maibaum aufzustellen. Der Baum, den Förster Anton Roth aus Weinberg spendete, wurde beim Huber in Steinrab hergerichtet. Für jedes Handwerk, das im Ort zu finden war, wurde ein Taferl gefertigt und man war bereit, nach einigen Tagen des Bewachen des Baumes, am 1. Mai den Maibaum am Dorfplatz aufzustellen. Das Aufstellen, das mit einer Seilwinde erfolgte, verlief reibungslos.

Weitere Tanzveranstaltungen dieses Jahres waren der Hl.-Drei-König-Ball, der Sommernachts-, der Ernte- sowie der Kathreinstanz. Nicht zu vergessen war für alle 38 Teilnehmer der Vereinsausflug in den Schwarzwald.

Traditionelle Tanzveranstaltungen sowie der Besuch des Gaufestes in Tacherting und in Vachendorf steuerten die Vereinsjahre 1962 und 1963. Einen letzten Versuch riskierte man im Jahre 1964 mit dem Waldfest, das die beiden Vorjahre sehr schlecht besucht wurde, noch einmal zu veranstalten, aber der Besuch war auch dieses mal sehr schlecht. Neben den festen Tanzveranstaltungen entfernte man dann auch den vor drei Jahren aufgestellten Maibaum.

Der sehr gut besuchte Burschenball am 6. Januar leitet das Jahr 1965 ein. Der Vereinsausflug, der Ende Mai nach Wien unternommen wurde, war für alle ein schönes Erlebnis. Weitere vier Tanzveranstaltungen füllten das arbeitsreiche Jahr aus. Ein reichhaltiges Programm gab es auch im Jahre 1966, in dem man einen Hl.-Drei-König-Ball, einen Oster-, Mai- und einen Erntetanz sowie einen Sommernachtsball veranstaltete. Auch war dieses Jahr wieder ein Maibaum fällig, der am 1. Mai am Dorfplatz in Seeon aufgestellt wurde. Gestiftet wurde der wunderschöne Baum von Michael Huber aus Steinrab.

Sebastian Ober löste bei den Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung den langjährigen 1. Vorstand Mathias Schroll, der sich zu einer erneuten Kandidatur nicht überreden ließ, ab. Er übernahm aber dennoch das Amt des 2. Vorstandes, worauf hin er auch mit überwiegender Mehrheit gewählt wurde.

Sehr rege Beteiligung zeigten die 5 Tanzveranstaltungen, die im Jahre 1967 abgehalten wurden. Hauptaugenmerk des Jahres 1968 war der Vereinsausflug nach Spitz in Österreich. Die traditionellen Tanzveranstaltungen füllten das Vereinsjahr 1968 sowie das Jahr 1969 aus.

Die Vereinstätigkeiten von 1970 - 1973 waren stark gesunken. Bei der Jahreshauptversammlung 1973 übernahm dann Alois Hauser das Amt des 1. Vorstandes. Im darauffolgenden Jahr hielt man dann auch wieder die traditionellen Burschenbälle bei einigermaßen guter Beteiligung ab. Da Alois Hauser von seinen Vereinskameraden völlig alleingelassen wurde und er noch der einzige war, der etwas auf den Weg brachte, ergriffen zwei verdiente passive Mitglieder, nämlich der ehemalige 1. Vorstand Nikolaus Mitterer sowie Michael Berger sen. aus Neubichl die Initiative und riefen 1975 eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein.

Bei dieser Versammlung beschloss man dann, dass es so nicht weitergehen könnte. Es wurde dann auch sogleich eine neue Vorstandschaft gewählt, bei der Alois Hauser, der nicht mehr kandidierte, von Max Namberger abgelöst wurde. In diesem Jahr veranstaltete man dann fünf gut besuchte Tanzveranstaltungen und man beteiligte sich beim Burschenfest in Schönau bei Bad Aibling sowie beim 100-jährigen Gründungsfest der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr.

Jeweils ein volles Haus hatte man 1976 beim Hl.-Drei-König-Ball, Maitanz sowie bei einem Burschenball. Der Burschenverein Seeon beteiligte sich auch zahlreich beim Gaufest in Weibhausen sowie beim Burschenfest in Hörpolding, wobei man dort den 3. Meistpreis errang. Am 2. Mai dieses Jahres stellte man auch einen Maibaum mit beachtlichen 27 Meter Länge auf.

Ein sehr erfolgreiches Jahr für den Burschenverein Seeon war das Jahr 1977. Neben dem 75-jährigen Gründungsfest des Burschenvereins „Seerose" Seeon, verbunden mit dem Gaufest, veranstaltete man drei Burschenbälle und einen Kehraus, bei dem der Fasching traditionell eingegraben wurde. Neben den beiden Burschenfesten in Perach und Matzing-Traunwalchen besuchte man die Feste des Sportvereins sowie der Krieger- und Soldatenkameradschaft Seeon bei den „Seeoner Festwochen".

Im Jahre 1978 erreichte man beim Gründungsfest des Burschenvereins Höslwang mit 135 Mann sowie beim Gaufest des Arbeiter-Kranken-Unterstützungsvereins Heiligkreuz mit 70 Personen den 1. bzw. den 2. Meistpreis. Ebenso wurden die Feste in Ising, Eggstätt, Freilassing und Leitzachtal recht zahlreich besucht. Neben den zur Tradition gewordenen Burschenbällen veranstaltete man auch nach langer Pause wieder das Gartenfest, früher Waldfest genannt, in Höllthal bei dem über 800 Eintrittskarten verkauft wurden. Erstmals seit langem wurde auch wieder ein Vereinsausflug durchgezogen. Die Reise ging zum Bodensee an den Ort Friedrichshafen und zur Insel Mainau. Ein bis zu diesem Zeitpunkt einmaliges Erlebnis war das Stehlen des Maibaumes des Trachtenvereins Seebruck.

Anfang des Jahres 1979 beteiligte man sich bei den Faschingszügen in Seebruck und Truchtlaching, wobei mit einem „Scheißheißl-Wagen" die Chiemseeringkanalisation aufs Korn genommen wurde. Neben den traditionellen Burschenbällen, in diesem Jahr insgesamt fünf an der Zahl, sowie dem sehr gut besuchten Gartenfest in Höllthal richtete man auch noch einen Vereinsausflug, der in die österreichische Hauptstadt Wien führte, aus. Mitausrichter war man auch bei den Seeoner Vereinswochen im August dieses Jahres. Die Feste in Winhöring, Vagen sowie Mitter- und Oberdarching wurden besucht, ebenso die Sonnwendfeier der Seeoner Vereine sowie die Einweihungsfeier der DLRG-Station in Seeon.

Eingeleitet wurde das Vereinsjahr 1980 wie immer durch den Hl.-Drei-König-Ball beim „Alten Wirt". Am Faschingsdienstag veranstaltete der Burschenverein Seeon erstmals eine Faschingshochzeit, die für alle Teilnehmer eine „morts Gaudi" war. Das Gartenfest in Höllthal war auch heuer wieder ein voller Erfolg. Der diesjährige Vereinsausflug ging nach Kärnten, der allen Beteiligten sehr gut gefiel. Anlässlich der Zusammenlegung der drei Gemeinden Seeon, Seebruck und Truchtlaching zu einer Einheitsgemeinde veranstaltete der Burschenverein Seeon zusammen mit dem Burschenverein Ising bei einer Bierzeltwoche der Gemeinde einen Burschenball. Zum Gaufest nach Brannenburg wurden zwei Busse eingesetzt und man errang den 1. Meistpreis. Mit Hilfe der Trostberger Feuerwehr wurde nach Beschluss der Vorstandschaft der Maibaum umgelegt, der dann bei einem Frühschoppen von Bürgermeister Werner Thußbas ersteigert wurde.

Nachdem Max Namberger in den Hafen der Ehe eingelaufen war, übernahm bei der Jahreshauptversammlung 1981 Josef Linner das Amt des 1. Vorstandes. Dieser gab auch sogleich sein Ziel für dieses Jahr, nämlich einen neuen Maibaum aufzustellen, bekannt. Neu war auch, zusammen mit dem Sportverein Seeon, ein Weinfest zu veranstalten, was auch ein voller Erfolg wurde. Beim Faschingszug in Truchtlaching stellte man nach mühsamen Vorbereitungen die neue Einheitsgemeinde dar. Der diesjährige Vereinsausflug führte ins Weinbaugebiet um Kaltern in Südtirol.

Das Jahr 1982 begann wie jedes Jahr mit dem Hl.-Drei-König-Ball. Bei den Faschingszügen in Chieming und Truchtlaching beteiligte sich der Burschenverein Seeon mit einem Piratenschiff, auf dem sich eine Konfettikanone befand. Mitte Mai führte man dann erstmals eine Fahrrad-Bildersuchfahrt durch. Es konnte auch heuer wieder das letztes Jahr zweimal wegen schlechter Witterung ausgefallene Gartenfest sowie das im Vorjahr erstmals durchgeführte Weinfest zusammen mit dem Sportverein Seeon mit großem Erfolg abgehalten werden. Bei den Burschenfesten in Schnaitsee und Nussdorf (Gaufest) konnten der 2. bzw. 3. Meistpreis erzielt werden. Beteiligt war man auch bei den Burschenfesten in Hohenthann und Eichhofen. Rothenburg ob der Tauber war das Ziel des Vereinsausfluges in diesem Jahr.

Nachdem man den Hl.-Drei-König-Ball 1983 gut hinter sich brachte, bereitete man den Faschingswagen für den Trostberger Faschingszug vor. Als Clou ließ man sich die Statue der „Pienzenauer" an der Brücke der Stadt Trostberg einfallen, der vom Original kaum zu unterscheiden war, was von allen Faschingsfreunden in Trostberg mit großem Beifall bestätigt wurde. Anfang April bat der Burschenverein Pittenhart den Burschenverein Seeon, für ihren Verein die Patenschaft für das bevorstehende Fest zu übernehmen. Veranstaltet wurden neben dem Maitanz, Kathreinstanz, Gartenfest und dem Weinfest auch ein Tanz im Bierzelt in Seeon, gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr Seeon. Vertreten war man dann auch beim Gaufest in Pittenhart als Patenverein sowie beim Burschenfest in Tuntenhausen. Ausflugsziel war dieses Jahr Spitz in der Wachau.

Traditionelle Veranstaltungen wie Hl.-Drei-König-Ball, Maitanz, Gartenfest, Weinfest sowie der Kathreinstanz füllten das Vereinsjahr 1984 aus. Der Vereinsausflug führte in den Nationalpark Bayerischer Wald.

Aufgrund seiner Hochzeit im Vorjahre wurde Josef Linner bei der Jahreshauptversammlung 1985 von Max Parzinger als 1. Vorstand abgelöst. Der Burschenverein beteiligte sich beim Faschingszug in Truchtlaching mit einem Katalysatorauto und errang damit großes Aufsehen. Die bereits zum alten Brauch gewordenen Feste und Tanzveranstaltungen wurden vom Burschenverein Seeon veranstaltet. Man beteiligte sich bei den Burschenfesten in Föching, Weibhausen, Schöffelding und Stein, wobei man in Schöffelding den Weitpreis und in Stein beim Gaufest mit 155 Beteiligten den 1. Meistpreis erzielen konnte. Der Vereinsausflug führte über Raisting, wo man die riesige Satelliten-Funkstation besichtigte, nach Oberstdorf.

Im darauf folgenden Jahr ging das Hauptaugenmerk auf den neuen Maibaum, der erstellt werden musste, da der alte von einem schweren Sturm erfasst und aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste. Der Burschenverein beteiligte sich bei verschiedenen Burschenfesten sowie beim Gaufest in Surberg, wo man mit 111 Mann den Meistpreis erreichte. Ausgetragen wurden dann noch wie jedes Jahr die üblichen Feste und Tanzveranstaltungen sowie der Vereinsausflug, der nach Hundsdorf bei der Dreiflüssestadt Passau führte.

Auch im Jahre 1987 war Hundsdorf wieder unser Reiseziel, aber die Reiserute ging diesmal durch Oberösterreich, nicht wie im Vorjahr durch Niederbayern. Bei den Burschenfesten in Traunwalchen und in Ising konnte man mit 155 bzw. 32 Mann erste Meistpreise erzielen, ebenso war man stark bei den Burschenfesten in Finsing und Hölswang vertreten. Premiere feierte in diesem Jahr das Dorffest in Seeon, das der Burschenverein zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Seeon ausgetragen hatte.

Wie auch im Vereinsjahr 1987 führte man 1988 die traditionellen Veranstaltungen wie Hl.-Drei-König-Ball, Kehraus, Maitanz, Weinfest, Gartenfest, Kathreinstanz sowie den Vereinsausflug, der diesmal nach Niederndorf im Pustertal (Südtirol) führte, durch. Besucht wurden auch dieses Jahr verschiedene Burschenfeste in der näheren Umgebung.

Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und erstmals mit der Krieger- und Soldatenkameradschaft Seeon veranstaltete der Verein das 2. Seeoner Dorffest.

Nicht so viel Glück mit dem Wetter hatte man ein Jahr später beim Seeoner Dorffest, denn im Laufe des Nachmittags begann es heftig zu regnen und man musste in die Maschinenhalle beim Parzinger, die extra dazu ausgeräumt wurde, ausweichen. Ebenso konnte die für dieses Jahr angesetzte Fahrrad-Bildersuchfahrt durch das schlechte Wetter erst beim zweiten Anlauf durchgezogen werden. Um auch den Burschenverein Seeon für die jüngere Generation interessant zu machen, veranstaltete man erstmals eine Discoparty im Bierzelt am Seeoner Strand. Für die ältere Generation hielt man am darauffolgenden Tag einen musikalischen Frühschoppen ab. Ebenso wurde wieder vom Burschenverein Seeon ein Maitanz, Weinfest sowie ein Vereinsausflug organisiert, der über Kehlheim durch den berühmten Donaudurchbruch nach Abendsberg führte. Die Burschenfeste in Bruck, Neuötting und Vachendorf sowie das 25jährige Bestehen des hiesigen Sportvereins wurden zahlreich besucht.

Erstmals gab es 1990 ein Watt-Turnier beim Neuwirt mit 36 Paaren. Ebenso gestaltete man den Kehraus mit, indem man eine lustige Hochzeitsgesellschaft spielte. Des weiteren organisierte man das Weinfest mit dem Sportverein, das Dorffest mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Krieger- und Soldatenkameradschaft sowie das im Vorjahr aus terminlichen Gründen entfallene Gartenfest. Da es in diesem Jahr kein Buschengaufest gab, wurde eine Burschenwallfahrt in St. Leonhardt bei Wonneberg durchgezogen, bei der sich der Burschenverein Seeon beteiligte. Zum zweiten mal veranstaltete man im Festzelt am Strandbad eine Discoparty, bei der zwei bekannte Rockgruppen aufspielten. Der Vereinsausflug führte heuer nach Ried im Innkreis.

Im Jahr 1991 zählte zu den großen Ereignissen das Maibaumaufstellen, das unter dem neuen 1. Vorstand Peter Kühler, der Max Parzinger ablöste, hervorragend über die Bühne ging, ebenso wie das 2. Watt-Turnier mit einer Rekordbeteiligung von 46 Mannschaften. Neben den Burschenfesten in Langengeisling und Ried bei Augsburg, wo man den Weitpreis erzielte, besuchte man auch noch das Gaufest in Ruhpolding. Bereits nach altem Brauch organisierte man auch dieses Jahr wieder den Hl.-Drei-König-Ball, einen Maitanz, das Weinfest, das Dorffest sowie erstmals einen Glühweinstand auf dem Eis des Seeoner Sees. Eine größere Summe aus dem Erlös der einzelnen Veranstaltungen spendete man der Lebenshilfe in Traunreut bzw. in Seeon. Der diesjährige Vereinsausflug ging über Landsberg am Lech nach Biberach bei Ulm.1991 erreichte man beim Eisstockturnier in Hörpolding einen 7. Platz von 8 teilnehmenden Mannschaften und ein Jahr später erzielte man erstmals den 1. Platz bei diesem Turnier.

1992 bestand der Burschenverein "Seerose" Seeon 90 Jahre. Grund genug um zum Jubiläumsfest einzuladen. Pate dafür stand der Burschenverein „Frohsinn" Obing. Eine lange, gut gehegte Freundschaft wurde damals wie heute wieder einmal mehr untermauert. Die Brauerei Stein lieferte das Festbier und ab dem 3. Juli konnte neben dem Festabend, Festtag und vielen musikalischen Veranstaltungen eine gelungene Feier begangen werden. Eine verdiente Reise ging nach Aufkirchen in Südtirol.

1993 gab es, was nicht alle Jahre üblich war, ein Stachelschlittenrennen auf dem Klostersee. Bei den Eisstockturnieren waren stets Mannschaften aus den Reihen der Burschen mit vertreten. Auch das Dorfschießen der Schützengesellschaft Seeon fand natürlich mit Teilnahme des Burschenvereins statt. Großer Beliebtheit erfreute sich mehr und mehr das heute noch statt findende Wattturnier. Es lockten Sach- und Wurstpreise und der Gasthof Neuwirt wurde bis zum letzten Winkel, wenn nötig, besetzt. Zudem holten sich die Burschen beim Burschengaufest in Lampolding mit 130 Teilnehmern den Meistpreis unter den Burschenvereinen. Die Reise des Burschenvereins führte an das Dreiländereck nach Rust bei Freiburg.

Eine feste Institution im Dorfleben war das alljährliche Dorffest zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Krieger- und Soldatenkameradschaft Seeon. Keine Mühen und kein Weg waren zu weit, um für die Dorfbewohner ein anheimelndes Fest am Ufer des Sees auszutragen. Die Atmosphäre sprach für sich: mit Blasmusik, guter Brotzeit, Kegelbahnen und „Kraftmessen" zeigte das Programm seinen Anreiz.

1994 war ein besonderes Jahr für die ganze Gemeinde. Die 1000 Jahrfeier zum Bestehen des Kloster Seeons forderte auch von den jungen Männern ihren Tribut. Vom 4.- 25. Juli wurde in Seeon gejubelt. Bei Kaiserwetter wurde der Festzug durch das Dorf zelebriert. Es durften allerdings auch Oldieabend und Rocknacht nicht im Programm fehlen.

Noch im Rahmen des Festjahres wurde im Oktober 1994 eine Kapelle auf dem Rundweg um den „kleinen Weinbergsee", die von der Freiwilligen Feuerwehr Seeon errichtet wurde, eingeweiht. Mit einer kunstvoll geschnitzten Figur des Hl. Florian erinnert sie noch heute an das geschichtsträchtige Fest. Noch ein wichtiges Ereignis war zu erwähnen: unserem ehemaligen Herbergswirt Christian Tremel konnte man zur Vermählung gratulieren. Der Ausflug, wie immer verdienterweise, ging ins benachbarte Österreich an den Wörthersee.

1995 konnte in Hölltal ein Gartenfest zusammen mit der Schützengesellschaft aufgezogen werden, bei dem von Nachmittag bis in den Abend konnten die Gäste an der Alz bewirtet wurden. Eine Silvesterparty in der neugebauten Halle der Schreinerei Daxenberger, welche ein voller Erfolg war, bildete den Jahresabschluss.

Am 5. Mai 1996 gab es wieder einen neuen Maibaum in Seeons Dorfmitte. Tradition für den Verein, der sich für die Erhaltung der Werte stark macht. Im Mai, noch bei strahlendem Sonnenschein, so wurde dagegen das Gartenfest bei Regen zur „Garagenfeier", was der Stimmung keinen Abbruch tat.

1997 war ein Generationswechsel zu verzeichnen. An der Spitze stand nach Peter Kühler nun Markus Huber, unserem jetzigen Festleiter,dem Burschenverein voran. Die Kameradschaft zum Obinger Verein wurde durch eine Patenschaft unserseits bekräftigt und ihrerseits mit 180 Liter Bier anerkannt. Der jährliche Ausflug verschlug den Verein an den Gardasee im schönen Italien, im nächsten Jahr führte er ins schöne Graz und diese Jahre endeten mit der klassischen Christbaumversteigerung in Hörpolding.

Um weiterhin attraktiv zu bleiben und den Besuchern und Gästen etwas Besonderes zu bieten, startet erstmals im Jahr 1999 am Rosenmontag unter dem Motto „Jägermeisterparty" eine Schneebar beim „Alten Wirt". Ein voller Erfolg und ein Treffer ins Schwarze, wie sich bis heute zeigt. Hierbei werden keine Mühen und Aufwendungen gescheut, denn der Schnee musste z. T. bis aus Hammer hergeholt werden, um den Eiszauber zu bauen. Mit nahtlosem Übergang in die Rosenmontagsnacht ist diese Veranstaltung seit Jahren fester Bestandteil des Faschingstreibens in Seeon.

1999 ging die Reise nach Bamberg - im Jahr 2000 nach Lindau am Bodensee. 2000 war das Jahr der Jubiläen in Seeon. Die Gründungsfeste der Freiwilligen Feuerwehr und der Schützengesellschaft wurden durch die Organisation des Barbetriebes im Festzelt, neben den traditionellen Veranstaltungen, unterstützt.

2001 war die Zeit für einen neuen Maibaum in der Ortsmitte. Im Gegenzug wurde der Seebrucker Maibaum in einer Nacht- und Nebelaktion gestohlen, der ordnungsgemäß von den Nachbarn ausgelöst wurde. Beim Fest der Krieger- und Soldatenkameradschaft zeigte sich die Verbundenheit durch die Mithilfe im Barbetrieb des Festzeltes. Erholung fanden die Vereinsmitglieder beim Ausflug, der diesmal nach Karlsruhe führte.

Das Jahr 2002 stand unter einem besonderen Stern. Es wurde das 100-jährige Gründungsfest des Burschenvereins gefeiert. Zu diesem Anlaß wurde eine Festwoche, besser gesagt, zwei Festwochen vom 06. Juni bis 17. Juni mit großem Festzelt im Gewerbegebiet Seeon veranstaltet. Die Patenschaft zu unserem Jubiläum übernahm der Burschenverein „Frohsinn" Obing, mit dem, eine lange und gut gepflegte Freundschaft schon die Jahre zu vor Bestand. Unter der Leitung von Festleiter Josef Linner und Vorstand Markus Huber gehörten Veranstaltungen wie Bieranstich, Disco-Party und Party-Abend mit Live-Band „Fire&Ice", Frühschoppen mit Burschenwettkämpfen, politischer Abend, Kabarett mit der Couplet-AG, Festabend und Festtag sowie das Kesselfleischessen zum Rahmenprogramm.

Nicht zu vergessen, die legendäre Jameika-Party mit Palmen, Strand, Beachbars, Cocktails etc. von der man noch lange im Nachhinein sprach. Das erfolgreiche Jubiläumsjahr rundete der Burschenausflug nach Günzburg ins Legoland und ein Besuch der Sommerrodelbahn in Bad Tölz ab.

Nachdem Anfang des Jahres 2003 bei der Jahreshaupversammlung ein Generationswechsel in der Vorstandschaft wieder anstand, übernahm nun Matthias Berger das Zepter von Markus Huber. Die neu gewählte Vorstandschaft organisierte wie die Jahre zuvor auch wieder die Rosenmontags-Gaudi mit Schneebar beim Alten Wirt und das Watt-Turnier beim Neuwirt , ebenso den Burschenball und das Dorffest am „Bäcker Bach". Auch eine Disco-Party beim „Gabriel-Hof" in Roitham stand auf dem Programm. Der Maibaum der Wattenhamer Dorfgemeinschaft wurde gestohlen und zusammen dann aufgestellt. Die Burschenfeste in Kammer, Hart, Eggstätt und Pittenhart wurden besucht. Der alljährliche Burschenausflug ging ins fränkische Seenland an den Brombachsee.

Die Rosenmontags-Gaudi, das Watt-Turnier und der Burschenball Anfang des Jahres waren neben den Besuchen der Burschenfeste in Vagen, Babensham und Nußdorf sowie dem Ausflug in die Westernstadt „Pullman-City" in Eging am See bei Passau die Highlights des Jahres 2004. Zudem nahm man auch noch beim Festtag des 40-jährigen Bestehens des Sportvereins Seeon teil.

Eine Kopie des vorgegangen Jahres war das Jahr 2005. Zudem wurde wieder das Dorffest zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Krieger- und Soldatenkameradschaft am „Bäcker-Bach" und der Dorfkirta in Roitham ausgerichtet sowie bei der Einweihung der restaurierten Walburgiskirche teilgenommen.

Die Burschenfeste in Vachendorf sowie in Stein an der Traun wurden besucht, wobei man in Stein den Meistpreis erreichte, was ein sehr großer Erfolg war, denn die Konkurrenz war groß. Die Bierwochen in Kulmbach waren Ziel des jährlichen Ausflugs. Wie immer bei den Ausflügen wurde bei der Hinfahrt eine Rast gemacht und die mitgebrachten Weißwürste auf einem Rastplatz verzehrt.

Im Jahre 2006 stand dann wieder ein neuer Maibaum auf dem Programm des Vereins. Mitte Februar wurde der von Franz Parzinger sen. gestiftete Baum gefällt und in Bürghub zum Herrichten zwischengelagert. Am 01. Mai wurde der Maibaum dann unter der Leitung von den beiden Richtmeistern Hans Reiter und Peter Kühler jun. mittels Schwaiberln per Hand bei schönem Wetter aufgestellt. Trotz der Vorbereitungen, die so ein Maibaum mitbringt, wurden auch in diesem Jahr die Tratitionsveranstaltungen wie Rosenmontagsgaudi, Watt-Turnier und das „Bäcker-Bach-Fest" ausgetragen.

Zudem nahm man auch bei der Verabschiedung von Herrn Pfarrer Otto Steinberger und der Begrüßung des neuen Pfarrers Hans Huber sowie beim 10-jährigen Gründungsjubiläum der Jugendblaskapelle mit einer Fahnenabordnung teil. Die Feste in Schönau bei München und Höslwang wurden besucht. Die österreichische Hauptstadt Wien mit Besuch des Praters und anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt wie Grinzing und dem Stefansdom war Ziel unseres Ausfluges.

Markus Namberger, der auch heute noch oberstes Haupt des Burschenvereins ist, übernahm bei den Neuwahlen der Jahreshauptversammlung 2007 das Amt des 1. Vorstandes von Matthias Berger. Der Wattenhamer Maibaum war dann wieder Objekt der Begierde und wurde gestohlen und zusammen mit der Dorfgemeinschaft wieder aufgestellt. Besucht wurde die Burschenfeste in Halfing, Pörnbach, Schnaitsee und Obing, wobei man hier mit 80. Mann den 2. Meistpreis erreichte.

Natürlich richtete man wieder den Burschenball im Januar, den Rosenmontagsball mit Scheebar, das Watt-Turnier und das „Bäcker-Bach-Fest" aus. Der Vereinsausflug war eine Kombination aus Bus- und Schiffsreise. Von Riedenburg aus fuhr man mit dem Schiff auf der Altmühl nach Kehlheim zur Besichtigung der Befreiungshalle. Nachdem man auch noch das Kloster Weltenburg besuchte kehrte man dann bei der Rückfahrt noch in Rettenbach bei Pfaffing ein.

Erstmals wurde im Jahre 2008 ein Blind-Watt-Turnier in der Faschingszeit veranstaltet. Zudem natürlich auch die schon vorher mehrmals erwähnten traditionellen Veranstaltungen. Bei den Burschenfesten in Heiligkreuz, Tuntenhausen, Lampolding und Unterneukirchen nahm man teil. Wahrscheinlich haben wir ja doch einige Cowboys und in Indianer in unserem Verein, weil die

Westernstadt „Pullman-City" in Eging am See wieder als Ausflugsziel gewählt wurde.

Mit einem neuen Konzept begann man das Jahr 2009. Zum Einen wurde anstelle eines Burschenballs ein Oldie-Ball ins Leben gerufen, der ein volles Haus im Saal beim Alten Wirt einbrachte und zum Anderen wurde der Rosenmontags-Ball in einem extra auf dem Gewerbegebiet aufgestellten riesigen Bierzelt ausgetragen. Der riesige Erfolg gab der in diesem Jahr neu gewählten Vorstandschaft Recht, die Örtlichkeiten zu wechseln und einfach mal was Anderes zu tun.

Die Feste der Burschenvereine Babensham und Eggstätt sowie das Jubiläum der Dirndlschaft Obing wurden besucht. Der Maibaum hatte seinen Dienst getan und wurde im Herbst entfernt. Dieses mal fuhr man beim Ausflug mal wieder außer Landes. Die sehr schöne Reise ging nach Antholz und Bozen in Südtirol. In diesem Jahr haben sich auch einige Vereinsmitglieder gefunden, die Gefallen am „Goaßlschnalzen" gefunden haben und nun dieser schönen Tradition nachgehen und hieraus eine separate Gruppe bildeten.

Die Seeoner Goaßlschnoizer

v. l. n. r.: Dürnreiter Sebastian, Heinzmann Markus, Freiwang Peter, Berger Florian, Huber Helmut, Mühlbauer Maxi, Maier Bernhard, Mörtl Robert, Hartl Thomas, Huber Gerhard, Brandstätter Markus, Bartlweber Martin, Daxenberger Konrad und Heinzmann Sebastian

Natürlich startete das Jahr 2010 wieder mit dem Oldie-Ball und dem Blind-Watt-Turnier. Bei der Jahreshauptversammlung wurde der Festausschuss für das in zwei Jahren anstehende 110-jährige Gründungsfest gewählt. Das Faschingswochenende wurde neben der Rosenmontagsgaudi mit Schneebar um eine Veranstaltung mit einer Show-Band am „ruaßigen Freitag" erweitert.

Zudem stand in diesem Jahr auch wieder ein neuer Maibaum an. Der von unserem ehemaligen 1. Vorstand Max Namberger gestiftete Baum wurde im Anwesen in Scheitzenberg eingelagert. Der Burschenverein Eggstätt brachte es fertig, den Maibaum der Seeoner Burschen erstmals zu stehlen. Gemeinsam wurde dann dieser mit Muskelkraft unter der Leitung von Hans Reiter und Peter Kühler jun. im Dorfkern von Seeon aufgestellt.

Gruppenfoto vom Maibaumaufstellen 2011

Beim 135-jährigen Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Seeon sowie beim Trachtenfest des Trachtenvereins Seebruck und dem Jubiläum des Theatervereins war man vertreten. Beim Burschengaufest in Kienberg erreichte man den

3. Meistpreis. Auch beim Burschenfest des Burschenvereins Kinding am Berg im schönen Altmühltal nahm man teil, was man auch gleich mit dem Vereinsausflug verbunden hatte.

Die Faschingswiesen, wie die am Faschingswochenende wieder im großen Bierzelt ausgetragene Veranstaltung mittlerweile heißt, wurde neben dem Oldie-Ball , dem Kirta in Roitham, einem erstmals im RabenderStadl veranstaltetem Weinfest und dem alljährlichen Watt-Turnier wieder abgehalten.

Wieder wurde der Wattenhamer Maibaum, von der in der Jahreshaupversammlung zwischenzeitlich wieder neu gewählten Vorstandschaft, ergattert und zusammen aufgestellt. Das Burschenfest in Surberg und das Gaufest in Hörpolding, bei dem man den 3. Meistpreis erreichte, zählten auch zu den Aktivitäten wie der Burschenausflug, der in den Skyline-Park nach Kempten führte.

Im Oktober bat dann der Burschenverein Ising-Truchtlaching darum, dass wir Ihnen den Paten zu Ihrem 115-jährigen Gründungsfest machen, wo nach einigem „Hin und Her" unter der Moderation von Hans Huber zugestimmt wurde.

In diesem Jahr wurde die Faschingswiese etwas kleiner als die letzten Jahre aufgezogen, da ja heuer das große Jubiläum des Burschenvereins „Seerose" Seeon ansteht. Es wurde ein kleines Zelt an den mittlerweile beim Alten Wirt umgebauten Partyraum angebaut. Natürlich fand auch wieder das traditionelle Watt-Turnier und das Blind-Watt-Turnier statt.

Zudem hat man auch den Maibaum des Eggstätter Burschenvereins entwendet und auch in wochenlanger Arbeit hergerichtet sowie am 01. Mai zusammen mit den Eggstätter Burschen aufgestellt. Die letzten Wochen vor dem 110-jährigen Gründungsfest mit dem Gaufeststanden im Zeichen der Vorbereitung für diesen großen Tag.

Die ehemaligen Vorstände des Burschenverein „Seerose" Seeon

Stehend v. l. n. r.: Namberger Markus (aktueller 1.Vorstand), Berger Matthias, Huber Markus, Kühler Peter, Parzinger Max

Sitzend v. l. n. r.: Linner Josef, Hauser Alois, Mitterer Nikolaus, Namberger Max

Am Ende sei noch erwähnt, dass der Burschenverein „Seerose" Seeon zur Zeit über 350 Mitglieder zählt, das sind über 50. Mitglieder mehr als noch vor 10 Jahren. Hieraus kann man die Wertigkeit des Vereins erkennen. Der Burschenverein ist noch bei so vielen sonstigen Veranstaltungen bzw. Ereignissen im Dorfleben bzw. im allgemeinen Umfeld aktiv. Dies würde aber den Umfang dieser Chronik sprengen.

Der Burschenverein „Seerose" Seeon ist bestrebt, die Tradition und Heimatverbundenheit zu erhalten. Damit stehen wir nun seit über 110 Jahren mit unserer Fahne. Zudem hat der Burschenverein in diesem Jahr die Gemeinnützigkeit erhalten und trägt nunmehr in seinem Vereinslogo den Zusatz „e.V.".

Auf die nächsten 110 Jahre freut sich der Burschenverein "Seerose" Seeon und wünscht all unseren Besuchern und Gönnern des Vereins ein schönes Gründungsfest, verbunden mit dem Gaufest der Burschen- und Arbeitervereine des Chiem- und Rupertigauses.

Mair Helmut

Mittermaier Markus

Berger Florian

 

 

Wir möchten hier nochmal kurz auflisten, was der Burschenverein „Seerose" Seeon alles für die Gesellschaft und den Ort Seeon leistet:

Durch den Erlös von verschiedenen Veranstaltungen wie Weinfeste, Hallendisco, Kirchweih, Versteigerung des alten Maibaumholzes etc. wurden die letzten Jahre folgende Spenden bzw. Zuwendungen gemacht:

s Spende für die Ischler Kirche zur Sanierung des Kirchendaches

s Spende für die Lebenshilfe Seeon

s Spende für die neue Turnhalle in Seeon

s Spielgeräte für den Seeoner Kindergarten einschl. deren Montage

s Spende für die neue Orgel in der Dorfkirche Seeon etc.

um nur einige zu nennen.

Zudem pflegt der Burschenverein auch Traditionen wie das Aufstellen und Erhalten des Maibaumes in Seeon, Kirchweihfeiern, Tanzabende, Goaßlschnalzer etc. und sorgt so für den Erhalt dieses Brauchtums.

Nachdem der Burschenverein unter anderem aus sehr vielen jungen Landwirten und Bauernburschen besteht, hat der Verein natürlich auch eine sehr enge Verbindung zur Landwirtschaft, die ja bekanntlich allen dient. Auch in diesem Jahr, wie bereits 1994, ist es dem Burschenverein Seeon gelungen anläßlich des Jubiläums zu den Festtagen auch den Kreisbauerntag 2012 nach Seeon zu holen um die Verbundenheit zu unserer Heimat zu zeigen.

Für unsere älteren Gemeinde- und Ehrenmitglieder, die durch ihre lange Vereinstreue und deren Einsatz und Engagement es geschafft haben, den Burschenverein da hin zu bringen, wo er heute steht, wird zusammen mit der Gemeinde Seeon-Seebruck ein Senioren-Nachmittag anlässlich der Festwochen veranstaltet.

Auch an den Nachwuchs wird gedacht, deshalb wird auch ein Familien-Erlebnistag aufgezogen, so dass sich der Burschenverein um den Nachwuchs keine Sorgen machen muss.

Also „auf zu neuen Taten" ….. .